So nah und doch so verdammt weit entfernt

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So nah und doch so verdammt weit entfernt

Da sind wir wieder. Wieder da in dieser skurrilen Welt. Ausgewechselt und reingestellt in die alte, wie neue Welt. Die vier Wochen kamen uns vor wie Monate. Tage verflogen nicht, in Zeitlupe tuckerte die Zeit an uns vorbei. Wir sind nun schon seit einigen Wochen hier und diese Zeit verging dagegen wie ein unendlich schneller Strudel, der uns in sich hineindrückte und unten wieder ausspuckte. Vollgepackt mit neuen Eindrücken, jeder Art; mit Erfahrungen und Einstellungen sind wir hier auf dem Boden der Tatsachen gelandet, zumindest physisch. Der Rest schwebt noch irgendwo zwischen diesen völlig unterschiedlichen Welten.

Mit vielen Erwartungen sind wir im Januar gestartet. Aber was erwartet man von so einer Berichterstattung aus einem Krisengebiet? Wir haben mehr bekommen, als wir kriegen konnten, wollten, verarbeiten konnten. In unserem Kopf schwirren die Bilder der Zerstörung, die Bilder der teilweise hilflosen Menschen. Aber auch die, die Fröhlichkeit und Hoffnung ausstrahlen. Die Filipinos sind wohl eines der freundlichsten Völker, die ich kennenlernen durfte. Cherylyn ist selbst eine davon und stolz. Völlig zu recht. Wenn uns jemand fragt, wie es war und was wir erlebt haben, überfordert uns die Frage völlig. Eine ähnliche Frage wäre, wie deine Kindheit war? Die vier Wochen kamen uns wie Monate vor. Es war vielleicht nicht alles, aber es war vieles. Zu viele Eindrücke, die man nicht zuordnen kann. Was uns im Kopf geblieben ist: Dass es immer noch so viele Filipinos gibt, die auf Hilfe warten, unwissend wo es welche gibt oder wie sie an welche gelangen können. Die Kommunikation zwischen Staat und Volk ist eher dürftig. Viele Nichtregierungsorganisationen nehmen sich diesen Problemen an und bauen Hütten, leisten ärztliche Versorgung, bespaßen die Kinder (zu den Organisationen gehören YPDR, PhilGer oder KidsInternationalMinistries). Das sind gute Erinnerungen. Erinnerungen die geprägt sind von Aufopferung, Selbstlosigkeit und purer Hilfeleistung. Dem Hilfebedürftigen sein letztes Hemd und sein offenes Ohr zu schenken.

Wir sind wieder da, in einer Hand wieder die Türklinke, in der anderen ein Buch voller Geschichten, die erzählt werden müssen. Auch wir hatten ein offenes Ohr und offene Augen, die diese Geschichten aufgesogen haben, wie ein Magnet.

Zunächst erzählen diese Bilder ihre eigene Geschichte

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